Wir sind hier Fremde. Zwar Fremde zu Gast bei Freunden, wie es so schön heisst, aber immernoch Fremde. Am Deutlichsten merken das natürlich die Kinder, die nicht gewählt haben hierher zu ziehen, sondern, uns vertrauend, mitgekommen sind. Für sie sind es die ersten Erfahrungen des Fremdseins. Positiv merken wir, dass das unseren Familienzusammenhalt enorm strärkt. Obwohl wir deutlich mehr Zeit miteinander verbringen als "daheim", wird weniger gestritten. Und bewundernd schauen wir unseren Kindern zu, wenn sie erste eigene Schritte in dieser fremden Kultur machen. Wenn sie sich trauen, von unserer Seite zu weichen, wenn sie englische Wörter wiederholen oder einfach mitmachen. Dario und Luca waren bereits mit mir auf einem Einsatz in den Township, wo wir, im wahrsten Sinne des Wortes, Straßenfußball spielten. Da keine anderen ebenen Flächen zur Verfügung stehen, werden auf die Lehmstraße zwei große Steine gelegt, jeweils einer an die Enden des Spielfeldes. Wer den Stein trifft, hat ein Tor erzielt. Wir waren sehr erfolgreich, was aber vorallem daran lag, dass wir Turnschuhe trugen und die südafrikanischen Kids in Hausschlappen, Flipflops, in Socken oder barfuß spielten.
Ich habe mich schonmal mehr über einen Sieg gefreut und war kurz davor meine Schuhe auszuziehen.
Im Hause der deutschen Familie Braun gab es am gleichen Nachmittag eine Lebkuchen-Party zusammen mit Dana, Jaron und Fnja. Schließlich ist es ja Winter hier, auch wenn es tagsüber meist 25 Grad warm ist.
Auch Volleyball wird hier gerne gespielt, was Dario und Luca ebenso Spaß macht.
Jaron und Finja vollbrachten zudem am Samstag ihre mutigste Integrationsleistung beim Kids-Fun-Day. Zusammen mit knapp 40 Kids, die aus den Townships hergebracht wurden, gab es einen vielseitigen Tag mit Spielen, Dancing-Worship, Basteleinheiten und Hot Dogs. Man, war ich stolz, als ich nach den ersten Stunden überflüssig war und die beiden zum Teil der Gruppe wurden...!!!
Sonntag, 23. Juli 2017
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Ein Südafrika-Abend
Das Jahr ist vergangen. Viel zu schnell. Mittlerweile hat sich aber unsere Trauer etwas gelegt und wir schauen in manchen Momenten fassu...
-
Man...die Auswahl fiel schwer. Wir haben so viele Wunder der Schöpfung gesehen in unserem Urlaub im Krüger Nationalpark und in St. Lucia, ...
-
Neunmal in der Woche ist ein Team aus Melusi in einem der Townships aktiv. Mittwochs zieht Dana zum Outreach nach "Dlamini", eine...
-
Wenn man nur einen Grund sucht, warum sich dieses Afrikaabenteuer lohnt, dann haben wir schon einen: Wir werden seid Tagen und Wochen i...
-
Buschbrände sind ein alltägliches Phänomen in Südafrika. Immer wieder brennt es direkt am Straßenrand oder auch mal neben einer Tankstelle. ...
-
Es ist erstaunlich, wie lange Schuhe getragen werden können. Das Oberleder abgetragen, Löcher vorne, hinten an den Seiten, offene ...
-
MYC - unsere erste Melusi Youth Conference hat am Freitag in Melusi stattgefunden. Welch ein Unterschied zur Jugendarbeit in Deutschland: ...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen